Viagra & Co.
Viagra & Co. sind in aller Munde. Vielfach werden diese Potenzmittel nicht mit einem Rezept und nach genauer Abklärung durch einen Arzt, sondern über die zahlreichen Internetangebote gekauft. Dies ist nicht nur gefährlich, sondern in der Regel auch teurer. Deshalb ist es wichtig, über dieses rezeptpflichtige Medikament wenigstens Bescheid zu wissen, damit man sich den Risiken bewusst ist.
Viagra, Cialis und Levitra unterscheiden sich im Wirkungseintritt und in der Wirkungslänge. Eine sexuelle Stimulation ist immer notwendig. Fettreiche Mahlzeiten können die Aufnahme verzögern, Alkohol hat kaum einen Einfluss.
Nebenwirklungen sind relativ häufig: 16 Prozent bekommen Kopfschmerzen, 10 Prozent einen Flush (Gesichtsröte). Magenprobleme, eine verstopfte Nase und vorübergehende Farbwahrnehmungsstörungen sind weitere Unannehmlichkeiten, mit denen manchmal gerechnet werden muss. Im Allgemeinen sind diese Nebenwirkungen aber eher milde und meist vorübergehend.
Viagra wird vorwiegend in der Leber abgebaut, wo es sich den Platz mit anderen Medikamenten streitig machen kann und mit einer viel stärkeren Wirkung gerechnet werden muss. Dies betrifft eine ganze Reihe von Antibiotika und Pilzmitteln zum Einnehmen.
Absolut aufgepasst werden muss bei koronaren Herzkrankheiten. Eine genau Abklärung bedarf es bei einer Herzinsuffizienz, bei einer Angina pectoris, bei Bluthochdruck, nach einem Herzinfarkt, bei Arrhythmien oder Herzklappenerkrankungen.
Immer muss abgeklärt werden, ob Patienten Blutdrucksenker aus der Familie der Nitrate oder der Stickstoff-Monoxyde (NO) erhalten. Eine Kombination dieser Medikamente mit Viagra kann eine unkontrollierte Blutdrucksenkung bewirken und allenfalls zum Tode führen.
Checkliste:
Alles mit „Nitro-„, Alpha-Blocker, Corangin, Corvaton, Dancor, Deponit, Isoket, Nitro Mack, Nitroderm, Nitroglycerin, Perlinganit, Sorbidilat, Trinitrin, etc.
