Sonnenschutzmittel

Sonnenschutzmittel

Der Einsatz von Sonnschutzmassnahmen und Sonnschutzmitteln ist auch in der Schweiz unerlässlich. Die Eigenschutzzeit der Haut beträgt je nach Hauttyp zwischen 10 (Hauttyp 1 sehr helle Haut) und 60 (Hauttyp 5 dunkle Haut) Minuten. Die meisten Mitteleuropäer bekommen ungeschützt nach 10 bis 20 Minuten einen Sonnenbrand. Die Haut schützt sich durch die Pigmentierung der Basalzellen mit Melanin, welches die Strahlung absorbiert. Zudem verdickt sie durch die vermehrte Teilung des Basalzellen die Hornschicht und bildet eine Lichtschwiele. Lichtschutzfaktoren und UVA-Schutz sollen die Eigenschutzzeit der Haut verlängern. Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie viel die Schutzzeit der Haut verlängert wird. Die Leistungsfähigkeit eines Lichtschutzfilters hängt stark von seiner Kombination und der Rezeptur bzw. Formulierung ab.

Mit Pigmenten lässt sich ein effektiver Lichtschutz auf physikalischer Ebene erzielen. Pigmente reflektieren, streuen, brechen und absorbieren das UV-Licht. Titan- und Zinkoxid sind die Hauptvertreter. Pigmentpräparate sind keine „Sunblocker" weil das UVA-Licht nicht vollständig abgeblockt wird.

Chemische Filtersubstanzen sind organische Verbindungen, welche die UV-Stahlung in einem Teilbereich absorbieren. Sonnenschutzmittel sollten immer einen UVA- (Hautalterung) und UVB- (Sonnenbrand, Hautkrebs) Filter enthalten. Die in Sonnenschutzmitteln verwendeten Konzentrationen an UV-Filtersubstanzen scheinen für hormonartige Wirkungen zu gering zu sein.

Filtersubstanzen sind nicht in der Lage, sämtliche Einflusse auszuschalten. Das gilt besonders für die Radikalbildung, welche auch für den Hautkrebs, die Hautalterung und Fotodermatosen verantwortlich sind. Dazu werden Antioxydantien wie Vitamin C oder E, Flavonoide aus Grüntee etc. zugefügt. Allerdings erscheint die orale Einnahme der Vitamine und allenfalls Betacarotin wirksamer. Selbstbräuner bräunen nur die obersten Hautschichten chemisch und schützen nur schwach vor den UV-Strahlen, wenn sich keinen zusätzlichen Lichtschutzfaktor enthalten.

Für normale bis trockene Haut empfehlen wir eine Creme, für fettige Haut ein Gel oder Fluid. Milche für grössere Körperflächen. Sportler und Personen, welche stark schwitzen, bevorzugen ein Gel. Sprays sollten nur zum Auffrischen verwendet werden, weil sei nicht einen so dichten Schutz bieten. Pro Ganzkörperanwendung sollte man schon ca. 25 ml Sonnenmilch verwenden.

Wasserfeste Produkte haften besser auf der Haut und sollten mindestens 50 Prozent der Schutzwirkung nach zwei mal 20 Minuten baden behalten. Ein erneutes Auftragen ist trotzdem notwendig, auch wenn das Nachcremen den eigentlichen Schutz nicht verlängert, nur erneuert.

Zur Haltbarkeit nur soviel: Sonnencremen sind häufig höheren Temperaturen oder gar Sonnenlicht ausgesetzt und sollen Ende Saison entsorgt werden, auch wenn sie allenfalls konserviert sind.