Sonnenschutz
Grundsätzlich kann die Haut eine bestimmte Zeit der Sonne ausgesetzt werden ohne sich zu röten. Die Dauer dieser so genannten Eigenschutzzeit hängt vom Hauttyp ab. Der sehr helle Hauttyp 1 bekommt ungeschützt schon nach 10 Minuten, der dunkle Hauttyp 5 erst nach ca. 60 Minuten einen Sonnenbrand. Eine gesunde Bräune gibt es nicht. Eine Sonnenbräunung ist immer ein Zeichen, dass die Haut angegriffen ist. Und die Haut vergisst nichts. Sie kumuliert jeden Sonnebrand, der Zähler läuft das ganze Leben. Zu viele UV-Strahlen bez. Sonnenbrände in den ersten 20 Lebensjahren können das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, deutlich erhöhen. Es lohnt sich als hellhäutiger Mensch, sich vor der Sonne angemessen zu schützen.
Die Regeln zum Sonnenschutz:
1. Sonnenbrand vermeiden !!
2. Meiden Sie die Mittagszeit. Zwischen 11 und 15 Uhr am Schatten bleiben (Siesta). Verbringen Sie diese Zeit im Schatten.
3. Ziehen Sie sich an. Kleindung ist ein guter Sonnenschutz: Die 4-H-Regel beachten: Hemd-Hose-Hut-Hautschutzmittel
4. Sonnenbrille und Hut tragen.
5. Das Sonnenschutzmittel sollte mindestens einen Lichtschutzfaktor von 15 haben. Es muss in ausreichender Menge (ca. 25 ml) 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufgetragen werden. Ohren und v.a. Schultern nicht vergessen. Wiederholen Sie das Eincremen. Auch wasserfeste Sonnenmilch hält nicht beliebig lang. Allerdings lässt sich der Lichtschutzfaktor nicht verlängern.
6. Ab in den Schatten. Bleiben Sie die ersten Tage möglichst im Schatten, tragen Sie aber trotzdem einen Sonnenschutz mit einem hohen Lichtschutzfaktor auf. Gegrillt wird im Sommer nur das Fleisch.
7. Pigmentmale beobachten. Die Haut regelmässig auf Veränderungen absuchen.
Kinder und Babies sind besonders gut zu schützen:
Bevor das Kind ein Jahr alt ist, nur im Schatten liegen und nicht zwischen 11 und 15 Uhr an der Sonne spielen lassen. Babyöl steigert bloss die Lichtempfindlichkeit, schützt aber nicht. Nur in Ausnahmefällen mit Sonnenschutzmitteln einstreichen, besser ein Hütchen und ein Body anlegen. Bei älteren Kindern gilt: Crème oder Lotion mit mindestens Faktor 20 und kein Mittel in Gelform, der hohe Alkoholgehalt trocknet nur die Haut aus.
Es gibt kein Wundermittel, das eine langsame Gewöhnung der Haut an die Sonne ersetzt. Tabletten mit Betacarotin können die Haut orangerot verfärben, Selbstbräuner verleihen der Haut zwar einen Braunton, schützen aber selbst kaum vor UV-Strahlen. Die vorbereitende Wirkung von Cremen, die Melanin enthalten, ist zweifelhaft, von eine Solariumsbesuch ist abzuraten, da es sich letztlich um eine zusätzliche UV-Belastung handelt, deren Spektrum nicht dem Sonnenlicht entspricht.
Bisweilen wird Calcium, kombiniert mit Betacarotin und Vitamin C und E, als Prophylaxe vor Sonnenbrand empfohlen. Einerseits sollen freie Radikale abgefangen und mit dem Calcium die Mastzellen stabilisiert und die Ausschüttung von Histamin, einem Allergieauslöser, verhindert werden. Die Therapie ist aber mindestens eine Woche vor den Ferien anzufangen und durchzuziehen.
