Lebensmittelpyramide

Lebensmittelpyramide

Essen und Trinken sind wichtige Quellen der Lebensfreude. Im Gegensatz zu anderen Sinnesreizen des täglichen Lebens findet hier keinerlei Abstumpfung oder Ermüdung statt. Das heisst, beim Essen und Trinken muss man mitdenken, bewusst handeln. Etwa 30 Prozent der Krankheiten sind ernährungsbedingt. Es ist unbestritten, dass sich eine gesunde und ausgewogene Ernährung positive auf die Gesundheit auswirkt. Trotzdem klaffen noch in grossen Bevölkerungsteilen riesige Lücken zwischen dem, was man aus der Sicht der Ernährungsmedizin sinnvoll wäre und dem tatsächlichen Ernährungsverhalten.

Die Empfehlungen zum gesunden und genussvollen Essen und Trinken haben Ernährungswissenschaftler vereinfacht in Form einer Pyramide dargestellt. Diese lässt sich wie folgt beschreiben:

Die Basisstufe sind ungezuckerte, alkoholfreie Getränke. Davon sollte man täglich 1-2 Liter trinken, um den Körper in Schwung zu behalten.

Die erste Stufe der Lebensmittelpyramide sind Gemüse und Früchte. Hier gilt die Faustregel: 5 am Tag. Optimal wäre es, drei Portionen – das heisst konkret eine Handvoll oder 120 Gramm – Gemüse und zwei Portionen Früchte pro Tag zu essen. Das bringt Farbe auf den Teller!

Die zweite Stufe bilden Getreide, Kartoffeln und Vollkornprodukte. Zu jeder Hauptmahlzeit sollte eine Stärkebeilage gegessen werden. Unter einer Portion versteht man ca. 100 g.

Die dritte Stufe besteht aus Milch, Milchprodukten, Fleisch, Fisch und Eiern. Pro Tag genügt abwechslungsweise eine Portion Fleisch, Fisch oder Ei – wiederum 100 bis 120 g – und zusätzlich drei Portionen Milch (2 dl) oder Milchprodukte (ca. 150 g).

In der vierte Stufe sind Öle, Fette und Nüsse zusammengefasst. Pro Tag, mit Mass, genügen 2-3 Kaffeelöffel hochwertige Pflanzenöle für die kalte Küche und zum Braten.

In der fünften Stufe, der Spitze der Pyramide, sind Süssigkeiten, salzige Knabbereien und energiereiche Getränke angesiedelt. Diese Lebensmittel sowie gezuckerte und alkoholische Getränke sind mit Mass und zurückhaltend zu konsumieren. Dies gilt auch für das Speisesalz. Masshalten und Genuss schliessen sich nicht aus.