Darmkrebs rechtzeitig erkennen
Krebs - ein Wort, das fast alle unter uns innerlich ins Zittern bringt.
Fast alle unter uns kennen Mitmenschen, die von dieser Krankheit befallen wurden; viele dieser Fälle enden tödlich. Mit diesem kleinen Beitrag betrachten wir den Darmkrebs näher. Darmkrebs ist eine häufige Krankheit und trifft Frauen und Männer. Das lebenslange Risiko daran zu erkranken beträgt rund 5 Prozent. Damit ist der Darmkrebs der zweithäufigste Krebs.
Pro Tag gibt es in der Schweiz 10 neue Darmkrebskranke. Bei mehr als der Hälfte der Erkrankten ist der Krebs dabei schon fortgeschritten. Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, ist vor allem für Angehörige von Darmkrebspatienten und für über 50-Jährigen erhöht. Männer sind mehr gefährdet. Aber: Darmkrebs ist behandelbar. Je früher er erkannt wird, desto besser. Werden Sie aktiv!
Symptome, die auf Darmkrebs deuten können sind: neu auftretende Bauchschmerzen, eine Veränderung der früheren Stuhlgewohnheiten, Stuhldrang, ohne den Stuhl absetzen zu können, Blut im Stuhl, aber auch Gewichtsverlust, der schwer oder nicht erklärbar ist. Spezielle Risikosituationen sind zum Beispiel Darmkrebserkrankungen der Eltern oder Geschwister, früher gefundene und entfernte Darmpolypen sowie chronisch entzündliche Darmerkrankungen.
Da der Darmkrebs vor allem ab dem Alter 50 auftritt, empfehlen Experten, ab diesem Alter regelmässig eine Vorsorgeuntersuchung zu machen. Damit dies möglichst viele Leute tun, darf der Stuhltest nun auch in der Apotheke durchgeführt werden. Somit kann man sich ohne Voranmeldung einfach und schnell einen solchen Test besorgen. Mit der Vorsorgeberatung kostet das Ganze gerade mal 19 Franken.
Der Test ist einfach und kann zu Hause durchgeführt werden. Die Auswertung besorgt die Apotheke. Der Test ist hochspezifisch auf menschliches Blut im Stuhl. Bei der kleinsten Unstimmigkeit werden wir Sie natürlich an den Hausarzt weiterleiten. Blut im Stuhl kann viele Ursachen haben, es muss nicht gleich Darmkrebs sein. Aber es braucht einen ersten Schritt zur Diagnose. Verdrängen bringt nichts, nur eine grössere Gefahr, wirklich an Darmkrebs krank zu sein und es zu spät zu entdecken.
Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, kann stark reduziert werden. Wer wenig Alkohol und rohes Fleisch konsumiert, dafür viel Gemüse und Früchte isst, sich gleichzeitig viel bewegt, tut das Richtige. Kein Übergewicht ist ebenfalls wichtig. Das alles zeigt klar auf, dass der eigene Lebens- und Essstil überprüft werden sollte.
