Bluthochdruck: Was man darüber wissen sollte

Bluthochdruck: Was man darüber wissen sollte

Blut versorgt die Organe mit Sauerstoff und anderen lebenswichtigen Substanzen. Das Herz pumpt das Blut durch die Gefässe. Dadurch entsteht in den Gefässen ein gewisser Druck, der Blutdruck.

Der obere (systolische) Wert zeigt die Pumpanstrengung des Herzens beim Blutausstoss, der untere (diastolische) Wert zeigt den Druck während der Erholung des Herzens an. Hypertonie ist die häufigste Krankheit in der westlichen Welt. Jeder siebte Erwachsene ist betroffen, ein Drittel davon, ohne es zu wissen. An den Folgen sterben jedes Jahr allein rund 25'000 Personen in der Schweiz.

Der Druck schwankt. Er hängt von der Aktivität, dem Alter, dem Gewicht, ja sogar von der Tageszeit ab. Von einem optimalen Blutdruck spricht man, wenn die oberen Werte weniger als 120 mmHg und die unteren weniger als 80 sind. Von einer Hypertonie, vom einem hohen Blutdruck spricht man, wenn die werte 140 und 90 überschreiten.

Bluthochdruck ist deshalb so gefährlich, weil er sich anfänglich gar nicht bemerkbar macht. Man spürt praktisch nichts, es ist einem manchmal sogar wohler. Darum: Regelmässig Blutdruck messen, vor allem ab 50 Jahren!

Früherkennung ist lebenswichtig. Es gilt, Risiken auszuschalten. Nicht beeinflussbar ist die familiäre Vorbelastung, wohl aber das Übergewicht, der Alkoholkonsum, der Bewegungsmangel, der Stress, das Rauchen und die übermässige Salzaufnahme. Grunderkrankungen im Bereich der Niere, der Hormone oder des Herz-Kreislaufsystems müssen gezielt angegangen werden.

Der Bluthochdruck ist eine stille Krankheit, welche sich über Jahre heimlich entwickelt. Man spürt nichts, und schon sind die Gefässe und Organe geschädigt. Die Hauptrisiken sind der Hirnschlag, der Herzinfarkt, die Herzschwäche, die Nierenschädigung, Schäden an den Augen und den Blutgefässen. Die Arteriosklerose lässt grüssen.

Warnsignale sind Gesichtsrötung ohne Anstrengung, Schwindel, unerklärliche Kopfschmerzen, Atemnot beim Treppensteigen oder Sehstörungen sollten unbedingt Anlass für eine gründliche Untersuchung beim Hausarzt sein. Therapie immer mit Ausdauer und System. Der Blutdruck muss auf ein normales Niveau gesenkt werden. Das ist nicht so einfach. Oft muss man mehrer Medikamente ausprobieren oder Kombinationen einnehmen.

Ganz wichtig: auch wenn man vom Blutdruck senkenden Effekt nicht unmittelbar etwas spürt, die Tabletten müssen auf alle Fälle regelmässig in der richtigen Dosis eingenommen werden. Änderungen nur mit dem Einverständnis des Arztes. Spielereien sind lebensgefährlich.

Es gibt ganz unterschiedliche Gruppen von Medikamenten: Duretica (wassertreibende Mittel), ACE-Hemmer, Betablocker, Kalzium-Antagonisten und natürlich diverse Kombinationen.

Kein Medikament ist einzigartig, das Mittel, welches für alle geht, gibt es nicht. Es kommt bei der Behandlung des Blutdruck wirklich vom Menschentyp und den Begleitumständen ab. Deshalb: Haben Sie Geduld mit Ihrem Arzt oder Apotheker.