Asthma: Wenn die Luft wegbleibt

Asthma: Wenn die Luft wegbleibt

All zu viele kennen das beklemmende Gefühl: Es drückt etwas in der Brust, Kurzatmigkeit, Husten und zuweilen Pfeifen beim Ausatmen.

Asthma ist eine verbreitete Krankheit. Konkret handelt es sich dabei um eine chronische Entzündung der Atemwege. Diese werden im Krankheitsfall durch krampfartiges Zusammenziehen der Bronchialmuskulatur verengt. Die Bronchialschleimhaut schwillt an und es kommt zu einer vermehrten Ausscheidung von zähem Schleim.

Grundsätzlich gibt es zwei Auslöser von Asthma, die allerdings häufig in Kombination auftreten:

1. Auslöser von aussen sind in erster Linie Allergien auf Pollen, Hausstaub (Milben), Tierhaare (Katzen), Federn, Nahrungsmittel und Medikamente (z.B. Aspirin). Daneben führen auch Viren- oder Bakterieninfektionen, Rauchen, Luftverschmutzung, Chemikaliendämpfe sowie Temperatur- und Luftdruckveränderungen zu Asthma.

2. Auslöser von innen sind emotionaler Stress, Erregung, Angst, allgemein körperliche Anstrengung oder hormonelle Faktoren.

Was viele nicht wissen: Die Anlage zu Asthma wird vererbt. Asthma ist eine lebenslange Krankheit und kann eigentlich nicht geheilt werden. Bei einer guten Therapie können die Zeiten ohne Beschwerden zum Glück manchmal sehr lange sein. Gerade deshalb ist eine regelmässige Beratung und Überprüfung der Therapie zwingend. Bei korrekter Medikamentenanwendung kann so in ca. 85 Prozent der Fälle eine Verbesserung der Situation erreicht werden. Das heisst: Normale Lungenfunktion und damit verbunden Anfallsfreiheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

Um dies zu erreichen, gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:

  • Vermeidung der (allergischen) Auslöser
  • Bronchien erweiternde Medikamente gegen Atemnot
  • Entzündungshemmer: Kortison als Mittel der Wahl
  • Schleimlösende Medikamente
  • Antibiotika zum Abschirmen bei Lungenkrankheiten
  • Impfungen (Die Grippeimpfung ist für Asthmatiker ein Muss!)

Die Anwendung von Kortison bei Kindern und Schwangeren wirft häufig Fragen auf. Dazu lässt sich sagen: Bereits für Kinder ist Kortison zum Einatmen schon wichtig, sollen Schäden wie Vernarbungen der Bronchien vermieden werden. Auch Schwangere dürfen Kortison inhalieren. Ist doch das Asthma der Mutter gefährlicher, weil das Ungeborene einen Sauerstoffmangel erleiden kann.

Neben der medikamentösen Behandlung gibt es auch eine Reihe von Tipps, wie Asthmatiker im Alltag ihre Atemnot lindern können. Dazu gehören:

  • Halten Sie ein striktes Rauchverbot ein und meiden Sie Raucherzonen
  • Gehen Sie allergieverursachenden Stoffen aus dem Weg, d.h. auch Verzicht auf Haustiere.
  • Ferien im Gebirge oder am Meer.
  • Treiben Sie regelmässig, aber dosiert Sport.
  • Halten Sie die verordnete Medikamententherapie genau ein und inhalieren Sie korrekt.
  • Überprüfen Sie Ihren Medikamentenvorrat regelmässig. Halten Sie immer eine Reservepackung Ihres Asthmasprays bereit.
  • Machen Sie regelmässig so genannte Peak-Flow-Messungen.

Wenn trotzdem mal ein Notfall eintritt, sollte man darauf achten, möglichst ruhig zu bleiben und eine aufrechte Haltung einzunehmen. Kurz wirkende Asthmasprays sind dann am richtigen Platz. Der Gang zum Arzt oder ins nächste Spital bringt Sicherheit und Linderung. Für künftige Fälle kann man sich hier auch ein Notfallset verschreiben lassen.