Arthrose
Arthrose ist eine Gelenkerkrankung, die vor allem den Gelenkknorpel – den Stossdämpfer – betrifft.
Durch den Abbau des Knorpels beginnen die darrunterliegenden Knochen aneinander zu reiben. Dies verursacht Schmerzen und Schwellungen und führt allmählich zum Verlust der Gelenkbeweglichkeit. Mit der Zeit kann das Gelenk seine normale Form verlieren. An den Gelenkrändern bilden sich Knochensporne. Typische Symptome einer Arthrose sind Schmerzen und Steifigkeit der Gelenke. Anlaufschmerzen nach längerem Sitzen oder am Morgen nach dem Aufstehen sind erste Anzeichen. Später treten die Schmerzen auch beim Gehen oder in der Nacht auf.
Vier von fünf Menschen über 75 Jahren leiden unter einer Arthrose. Bei den unter 55-Jährigen sind mehr Männer und bei den über 55-Jährigen mehr Frauen betroffen. Bei jüngeren Patienten entsteht Arthrose meist als Folge von Gelenkverletzungen.
Die Wissenschaftler kennen die Ursache noch nicht abschliessend. Man vermutet jedoch eine Kombination von Faktoren, darunter Übergewicht, der Alterungsprozess, Gelenkverletzungen und die Belastung der Gelenke durch bestimmte Tätigkeiten oder sportliche Aktivitäten.
Arthrose tritt am häufigsten in den Knien, Hüften, Fingerspitzen, Daumen, in der unteren Rückenpartie und im Nackenbereich auf.
Warnzeichen für eine Arthrose sind unter anderem permanente oder immer wieder auftretende Schmerzen in einem Gelenk, Gelenksteifheit nach längeren Ruhephasen, Schwellung oder Druckschmerz und ein Gefühl des Knirschens oder das Geräusch von Knochenreiben.
Der erfolgreichste Weg zur Bekämpfung der Arthrose ist eine Kombination von Behandlungen, welche individuell zugeschnitten sein sollten: Es ist
- die Schonung der Gelenke durch Ruhe und gezielte Bewegung,
- die Reduzierung des Übergewichts,
- die Schmerzlinderung und der Erhalt der Knorpelstruktur und
- die Förderung eines gesunden Lebensstils.
Die Schmerzkontrolle kann mit Paracetamol, nichtsteroidalen Entzündungshemmern aber auch mit Kortison erfolgen. Für den Erhalt der Knorpelstruktur gibt es kordelschützende Medikamente auf Glucosaminbasis. Knorpel kann aber nicht nachwachsen, nur geschützt werden. Wundermittel gibt es nicht. In schweren Fällen mit mehr oder weniger vollständig zerstörtem Knorpel wird ein chirurgischer Eingriff manchmal unumgänglich.
