Akne
Wider das verzweifelte Drücken vor dem Spiegel.
Sie haben schon Millionen von Menschen vor dem Spiegel zur Verzweiflung getrieben: Mitesser und Akne der verschiedensten Ausprägungen.
In der Mundart nennen wir sie gemeinhin Bibeli – ein herziger Ausdruck, der die psychischen Leiden, die deswegen zuweilen durchgemacht werden, gänzlich auslässt. Gerade bei Teenagern kommt es nämlich nicht selten zu Heulkrämpfen, weil ein Prachtsexemplar garantiert dann wächst, wenn ein Rendez-vous oder eine Party angesagt ist. Doch auch Erwachsene können ganz plötzlich von diesen lästigen, teilweise sogar entstellenden roten oder eitrigen Punkten befallen werden, was zum Teil auch mit Umwelteinflüssen zusammenhängen kann.
Akne tritt dann auf, wenn die Talgdrüsen der Haut erkranken. Je nach Schweregrad entstehen Mitesser, gerötete Pickel oder eitrig-entzündete Pusteln oder sogar Knoten. Die schwersten Formen können Narben hinterlassen. Hauptsächlich von Akne betroffen ist das Gesicht, zum Teil aber auch die Schultern, der Rücken oder die Brust.
Es sind übrigens nicht Mädchen, sondern Buben und junge Männer, die häufiger an schweren Akneformen leiden. In der Pubertät werden die Talgdrüsen durch Geschlechtshormone, den Androgenen, zur vermehrten Produktion angeregt. Wegen der Hormonwirkung nimmt die Hornbildung zu und verstopft die Ausgänge. Der Talg staut sich in den Poren der Haut, bildet einen eigentlichen Pfropf, der sich schon in wenigen Stunden als Mitesser bemerkbar macht. Es kommt oft vor, dass diese Mitesser von Bakterien besiedelt werden und sich entzünden.
Mitesser werden von vielen Menschen fast reflexartig ausgedrückt, mit blossen Fingernägeln. Das ist falsch und verschlimmert die Situation an der Bibelifront! Die Bildung von Akne wird aber auch beschleunigt bei der Menstruation, der Arbeit in einem feuchten Milieu oder bei der Einnahme vereinzelter Medikamente.
Ein wirkungsvolles Mittel gegen Akne ist die sanfte Reinigung der betroffenen Körperpartien mit einem milden Präparat (z.B. ein Waschgel) auf Wasserbasis, am besten zweimal täglich. Das reguliert die Talgproduktion. Es empfiehlt sich auch, die Haare häufig zu waschen und nicht ins Gesicht fallen zu lassen. Wer seine Haut schützt, wird weniger von Akne befallen. Entgegen den Überzeugungen des Volksmunds spielt die Ernährung keine Rolle.
Für die Behandlung einer schweren Akneerkrankung braucht es 6 bis 8 Wochen Zeit. Behandelt werden dabei die Talgüberproduktion, die Verengung der Drüsen, aber auch die Bakterien. Aknenarben lassen sich abschleifen oder mit Laser entfernen.
